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Das Ganze begann an einem geselligen Abend bei einem guten Essen, nach einem Zen-Seminar
in Österreich, als Michel Bovay Geschichten erzählte, die er mit Meister Deshimaru erlebt
hatte. Begeistert machte ihm ein Zen-Mönch, der im Theater tätig war, den Vorschlag,
seine Geschichten vor einem Publikum zu erzählen. In der heiteren Atmosphäre des Abends
sagte Michel Bovay zu, ohne weiter zu überlegen.
Ein Jahr später war es so weit: Er landete in Graz, allein, mit einer vagen Liste von
Zen-Geschichten in der Tasche. Überall in der Stadt hingen grosse Theaterplakate, auf
denen zwischen Shakespeare-Aufführungen und indischem Tanz zu lesen war: «Zen-Mönch
erzählt Zen-Geschichten». Es gab also kein Zurück mehr.
Obwohl diese erste Aufführung sehr improvisiert war, war das Publikum begeistert. Der Abend wurde
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zum Besucherrekord des Theaters. Angesichts der Ermutigung
des Theaterdirektors setzte die Vorführung, die ursprünglich nur einmal stattfinden sollte, ihren Weg fort.
Damit die Geschichten mehr Atemraum bekamen, wurde später das Shakuhachi hinzugefügt,
das auf seine Weise Geschichten ohne Worte erzählt.
Seither hat sich die Vorführung stetig verbessert und ist immer professioneller geworden.
Erst viel später hat man erfahren, dass in Japan eine alte Tradition besteht, Rakugo
genannt, in der Philosophen oder Zen-Mönche einem Publikum Geschichten erzählen, genauso
wie die Aufführung «Zen-Geschichten».
Seit über zehn Jahren wurden sie von Michel Bovay erfolgreich in
verschiedenen Orten Europas aufgeführt.
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