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Beschreibung
Die «Zen-Geschichten» sind eine andere und neue Art, einem breiten Publikum die Lehre
des Zen zu vermitteln. Wie die orientalischen Erzähler führt Michel Bovay die Zuschauer
durch alte und neue Zen-Geschichten. Letztere stammen aus seinem eigenen Erleben während
der zehn Jahre, in denen er Meister Taisen Deshimaru zur Seite stand.
Der Abend beginnt mit Zen-Klängen. Dann treten Praktizierende in schwarzen Roben auf die
Bühne und setzen sich in aller Ruhe in die Zazenhaltung. Schlagartig breitet sich totale
Stille im Saal aus, die Zuschauer sind beeindruckt und bewegen sich nicht mehr. Das ist
der Moment, in dem Michel Bovay anfängt mit der Geschichte von Buddha Shakyamuni,
anschliessend spielt Wolfgang Hessler Shakuhachi, die japanische Flöte.
Die aufeinander folgenden Geschichten sind stark, sie berühren die Zuhörerschaft und
drücken den Weg des Erwachens ohne viele Erklärungen aus. Trotz der sehr meditativen
Atmosphäre des Abends enthalten die Geschichten viel Humor und nehmen eine oft
unerwartete, überraschende Wendung, die Gelächter auslöst. Die klassischen
Shakuhachi-Stücke alternieren mit den Geschichten. Der Abend ist so gestaltet,
dass wesentliche Punkte der Zen-Unterweisung, wie das menschliche Karma oder Fragen
von Leben und Tod, erwähnt werden, ohne die Zuschauer belehren oder überzeugen zu
wollen. Jeder kann sich auf seiner Ebene angesprochen fühlen und etwas erfassen.
Diese ganze Vorführung ist zwar schlicht, strahlt aber eine grosse Kraft aus, die das
gefesselte Publikum den wahren Geschmack des Zen kosten lässt.
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